Endkapital aus Startbetrag, monatlicher Sparrate, Zinssatz und Laufzeit in CHF berechnen.
Endkapital
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Eingezahlt
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Zinsertrag
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Warum Zeit der wichtigste Faktor beim Sparen ist
Der Zinseszinseffekt ist der entscheidende Grund, warum fruehzeitiges Sparen spaetes Sparen mit hoeheren Betraegen oft uebertrifft. Solange Zinsen reinvestiert werden, wachsen sie selbst weiter und beschleunigen das Kapitalwachstum mit jedem Jahr. In den ersten Jahren erscheint der Effekt bescheiden, doch nach zwei oder drei Jahrzehnten uebersteigt der Zinsanteil haufig die Summe aller eigenen Einzahlungen. Wer in der Schweiz regelmaessig in Fonds, die Saeule 3a oder ein Sparkonto einzahlt, sollte diesen Effekt als Grundlage jeder Finanzplanung verstehen.
Rechenbeispiel: CHF 10'000 Startkapital, CHF 200 pro Monat, 5 Prozent, 20 Jahre
Mit einem Startkapital von CHF 10'000 und einer monatlichen Sparrate von CHF 200 bei einem jaehrlichen Zinssatz von 5 Prozent ergibt sich nach 20 Jahren folgendes Bild: Die eigenen Einzahlungen belaufen sich auf CHF 10'000 plus 240 Monate mal CHF 200, also insgesamt CHF 58'000. Das Endkapital betraegt jedoch rund CHF 109'000. Der Zinsertrag von etwa CHF 51'000 entspricht damit fast dem gesamten eingezahlten Betrag und macht knapp 47 Prozent des Endkapitals aus.
Verlaengert man die Laufzeit auf 30 Jahre, kippt das Verhaeltnis vollends: Der Zinsanteil uebersteigt dann die eigenen Einzahlungen deutlich. Wichtig: Diese Zahlen sind Bruttobetraege vor Verrechnungssteuer, vor Einkommenssteuer und vor Inflation.
Die Formel hinter dem Rechner
Der Rechner verwendet zwei Standardformeln. Das Startkapital waechst nach der geometrischen Reihe: Endwert = Startkapital mal (1 plus m) hoch n, wobei m der monatliche Zinssatz (Jahreszins geteilt durch 12) und n die Anzahl der Monate ist. Die monatlichen Sparraten werden als nachschussige Rente behandelt, das heisst, jede Rate wird am Ende des Monats einbezahlt. Ihr Endwert ergibt sich aus: Rate mal ((1 plus m) hoch n minus 1) dividiert durch m. Bei einem Zinssatz von null vereinfacht sich die Sparraten-Formel auf Rate mal n. Beide Endwerte addiert ergeben das Endkapital.
Ein haufiges Missverstaendnis betrifft den Unterschied zwischen Nominalzins und Realzins. Ein Fonds mit einer historischen Nominalrendite von 7 Prozent und einer Schweizer Inflationsrate von rund 1 bis 2 Prozent liefert real nur 5 bis 6 Prozent. Wer den realen Wert nach Kaufkraftverlust ermitteln moechte, traegt einfach die inflationsbereinigte Rendite in das Zinssatz-Feld ein.
Verrechnungssteuer und Bruttoausweis beachten
In der Schweiz zieht der Bund auf Zinsertraege aus Schweizer Quellen eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent direkt an der Quelle ab. Wer die Ertraege korrekt in der Steuererklarung deklariert, erhaelt die Verrechnungssteuer vollstaendig zurueck. Die Steuer ist also letztlich ein zinsloses Darlehen an den Bund und kein dauerhafter Verlust, sofern man die Deklarationspflicht erfullt. Kursgewinne auf Privatvermoegen, also zum Beispiel Wertsteigerungen von Aktien oder Fonds, sind in der Schweiz hingegen grundsaetzlich steuerfrei. Dieser Rechner zeigt in jedem Fall den Bruttoertrag vor Verrechnungssteuer; der tatsaechliche Nettobetrag nach Steuern haengt von der individuellen Einkommenssteuersituation und dem Kanton ab.