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FIRE-Rechner Schweiz

Berechnen Sie, wie viele Jahre Sie bis zur finanziellen Unabhaengigkeit brauchen. Zielvermoegen nach der 4-Prozent-Regel, Sparrate und Rendite anpassen.

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FIRE-Zielvermoegen, Jahre bis zur finanziellen Unabhaengigkeit und Vermoegen bei Erreichen des Ziels nach der 4-Prozent-Regel.

FIRE-Zielvermoegen

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Jahre bis FIRE

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Vermoegen bei Erreichen

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Was FIRE bedeutet und woher die 25x-Regel kommt

FIRE steht fuer "Financial Independence, Retire Early", also finanzielle Unabhaengigkeit und fruehzeitiger Ruhestand. Die Grundidee ist einfach: Ein ausreichend grosses Portfolio wirft jaehrlich genug Ertraege ab, um die Lebenshaltungskosten dauerhaft zu decken, ohne dass weiterhin Erwerbsarbeit noetig ist. Die 4-Prozent-Regel, abgeleitet aus der Trinity-Studie der 1990er-Jahre, legt fest, dass eine Entnahme von 4 Prozent des Portfoliowerts im ersten Jahr ueber einen 30-jaehrigen Zeitraum mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum Kapitalverzehr fuehrt. Der Kehrwert davon ergibt den 25x-Faktor: Das Zielvermoegen entspricht den jaehrlichen Ausgaben multipliziert mit 25.

Konkretes Rechenbeispiel mit den Standardwerten

Angenommen, Ihre jaehrlichen Ausgaben betragen CHF 60'000, Ihr aktuelles Vermoegen CHF 100'000, Ihre jaehrliche Sparrate CHF 30'000 und die erwartete Rendite 5 Prozent bei einer Entnahmerate von 4 Prozent. Das FIRE-Zielvermoegen betraegt CHF 1'500'000 (= 60'000 / 0,04). Das Portfolio wachst im ersten Jahr von CHF 100'000 auf CHF 135'000 (100'000 mal 1,05 plus 30'000). Mit dieser Logik iteriert der Rechner Jahr fuer Jahr weiter, bis das Vermoegen den Zielwert von CHF 1'500'000 ueberschreitet.

Wer die Sparrate auf CHF 40'000 erhoht, verkuerzt den Weg auf rund 19 Jahre. Wer die Ausgaben von CHF 60'000 auf CHF 50'000 senkt, reduziert sowohl das Zielvermoegen als auch die jaehrliche Entnahme, was den Effekt noch verstaerkt.

Schweizer Steueraspekte bei FIRE

Die Schweiz kennt keine Kapitalgewinnsteuer auf Privatvermoegen, solange Sie nicht als gewerbsmaessiger Waertschriftenhaendler gelten. Das ist ein bedeutender Vorteil gegenueber vielen europaeischen Laendern: Kursgewinne in einem ETF-Portfolio sind vollstaendig steuerfrei. Dividenden und Zinsen hingegen zaehlen zum steuerbaren Einkommen und werden auf Kantons- und Bundesebene besteuert. Auslaendische Dividenden unterliegen ausserdem der Verrechnungssteuer von 35 Prozent, die Sie ueber die Steuererklaerung geltend machen koennen, sofern das Vermoegen ordnungsgemaess deklariert ist. Wer fruehzeitig in Rente geht, sollte ausserdem pruefe, wie sich der fehlende Beitragszeitraum auf die AHV-Rente auswirkt, da jedes fehlende Beitragsjahr die spaeteren AHV-Leistungen dauerhaft mindert.

Grenzen des Modells kennen

Die 4-Prozent-Regel basiert auf historischen US-Marktdaten und einem 30-jaehrigen Entnahmezeitraum. Wer mit 40 Jahren in Rente geht und 50 Jahre plant, sollte eine konservativere Entnahmerate von 3 bis 3,5 Prozent verwenden, was einem Zielvermoegen von rund 29x bis 33x der Ausgaben entspricht. Auch Sequenzrisiken, also schlechte Marktrenditen in den ersten Jahren der Entnahmephase, koennen das Portfolio stark belasten. Der Rechner bildet ein deterministisches Wachstumsmodell ab und beruecksichtigt weder Inflation noch Marktschwankungen. Verwenden Sie ihn als Orientierungshilfe und nicht als Finanzplan.

Frequently asked questions

Was ist die 4-Prozent-Regel und der 25x-Faktor?
Die 4-Prozent-Regel basiert auf der Trinity-Studie und besagt, dass ein Portfolio, das im ersten Jahr 4 Prozent entnimmt und den Betrag jaehrlich an die Inflation anpasst, ueber 30 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aufgebraucht wird. Daraus ergibt sich der 25x-Faktor: Das Zielvermoegen entspricht den jaehrlichen Ausgaben multipliziert mit 25. Wer zum Beispiel 60'000 CHF pro Jahr benoetigt, braucht ein Portfolio von 1'500'000 CHF. Wer konservativer plant, kann mit einer Entnahmerate von 3,5 Prozent und dem 28,6x-Faktor rechnen.
Wie stark beeinflusst die Sparrate das FIRE-Datum?
Die Sparrate ist der wirksamste Hebel auf dem Weg zur finanziellen Unabhaengigkeit. Wer 50 Prozent des Nettoeinkommens spart, erreicht FIRE in etwa 17 Jahren, unabhaengig vom absoluten Einkommensniveau. Eine Erhoehung der jaehrlichen Sparrate von 30'000 CHF auf 40'000 CHF kann das Zieldatum um drei bis fuenf Jahre nach vorne ruecken, weil jeder zusaetzliche gesparte Franken doppelt hilft: Er vergrossert das Vermoegen und senkt gleichzeitig die Ausgaben, die durch das FIRE-Portfolio gedeckt werden muessen.
Welche Rendite ist fuer die Schweiz realistisch?
Ein breit diversifiziertes Aktienportfolio in globalen ETFs hat historisch nominale Renditen von 6 bis 8 Prozent pro Jahr erzielt. Nach Abzug der Schweizer Inflation von rund 1 bis 2 Prozent und typischer ETF-Kosten von 0,1 bis 0,2 Prozent TER bleiben real etwa 5 Prozent uebrig. Wer sehr konservativ plant oder einen Teil des Vermogens in Anleihen haelt, rechnet eher mit 3 bis 4 Prozent. Dieser Rechner verwendet 5 Prozent als Standardwert; passen Sie ihn Ihrer eigenen Anlagestrategie an.
Welche Schweizer Besonderheiten muss ich bei FIRE beachten?
In der Schweiz faellt keine Kapitalgewinnsteuer auf Privatvermoegen an, sofern Sie nicht als gewerbsmaessiger Haendler eingestuft werden. Dividenden und Zinsen hingegen unterliegen der Einkommenssteuer; auslaendische Dividenden sind zudem mit 35 Prozent Verrechnungssteuer belastet, die Sie ueber die Steuererklaerung zurueckholen koennen. Saeule 3a-Guthaben sind zwar steuerbefreit im Aufbau, werden aber bei Bezug als Kapitalleistung besteuert. Bei der Fruehinvaliditaet oder einem vorzeitigen Ruhestand entfaellt ausserdem ein Teil der AHV-Rente, was den Finanzbedarf aus dem Portfolio erhoehen kann.

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