Annualisierte Rendite (CAGR), Gesamtgewinn und Gewinnprozent aus Anfangswert, Endwert und Laufzeit berechnen.
Jaehrliche Rendite (CAGR)
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Gesamtgewinn (CHF)
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Gewinn (%)
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Was die CAGR aussagt und warum sie wichtig ist
Die annualisierte Rendite, auf Englisch Compound Annual Growth Rate (CAGR), ist die zentrale Kennzahl, um die Wertentwicklung eines Investments ueber mehrere Jahre hinweg zu beurteilen. Anders als die einfache prozentuale Veraenderung vom Anfangs- zum Endwert berucksichtigt die CAGR, dass sich Gewinne und Verluste uber die Zeit zusammensetzen. Sie gibt den konstanten jaehrlichen Zinssatz an, der aus dem Anfangswert exakt den beobachteten Endwert erzeugt hatte, wenn er jedes Jahr gleichmaessig auf das gesamte Kapital angewendet worden ware. Das macht Investments mit unterschiedlicher Laufzeit vergleichbar: Ein Portfolio, das in drei Jahren von CHF 10'000 auf CHF 14'000 gewachsen ist, und ein anderes, das in funf Jahren denselben Endwert erreicht, haben sehr unterschiedliche CAGRs.
Rechenbeispiel: CHF 10'000 wachsen in 10 Jahren auf CHF 18'000
Ein Anleger investiert CHF 10'000 in einen Schweizer Indexfonds. Nach zehn Jahren ist das Portfolio auf CHF 18'000 gewachsen. Der Gesamtgewinn betraegt CHF 8'000, was einem Gesamtwachstum von 80 Prozent entspricht. Die annualisierte Rendite ergibt sich aus der CAGR-Formel: (18'000 dividiert durch 10'000) hoch (1 dividiert durch 10) minus 1. Das ergibt eine CAGR von rund 6,05 Prozent pro Jahr.
Wichtig: Dieser Rechner berechnet ausschliesslich Kursgewinne. Dividenden oder Zinsertraege, die reinvestiert wurden, sind bereits im Endwert enthalten, sofern man den tatsaechlichen Depotwert eingibt. Kursgewinne auf Privatvermoegen sind in der Schweiz steuerfrei; Dividenden und Zinsen unterliegen der Einkommenssteuer und gegebenenfalls der Verrechnungssteuer.
Die Formel hinter dem Rechner
Die CAGR wird mit folgender Formel berechnet: CAGR = (Endwert dividiert durch Anfangswert) hoch (1 dividiert durch Anzahl Jahre) minus 1. Das Ergebnis ist eine dezimale Wachstumsrate, die mit 100 multipliziert den Prozentwert ergibt. Die Formel setzt voraus, dass kein Kapital entnommen oder zugefugt wurde. Bei unregelmassigen Cashflows ware der interne Zinsfuss (IRR) die geeignetere Kennzahl, die allerdings einen anderen Rechner erfordert.
Fuer den Vergleich von Fonds oder Portfolios genugt die CAGR oft als erster Anhaltspunkt. Ein SMI-Indexfonds erzielte historisch eine nominale CAGR von rund 7 bis 8 Prozent pro Jahr uber lange Zeitraume. Nach Abzug der Schweizer Inflation von etwa 1 bis 2 Prozent verbleiben real rund 5 bis 7 Prozent. Ob eine konkrete Rendite gut oder schlecht ist, haengt immer vom gewahlten Vergleichsmassstab und der eingegangenen Risikobereitschaft ab.
Kursgewinne und die Schweizer Steuerbesonderheit
In der Schweiz sind Kursgewinne auf Privatvermoegen grundsatzlich steuerfrei. Das gilt fur Wertsteigerungen von Aktien, Fonds, ETFs und anderen Wertpapieren, die im Privatvermoegen gehalten werden. Diese Regelung ist international ungewohnlich und macht den Schweizer Kapitalmarkt aus steuerlicher Sicht attraktiv. Voraussetzung ist, dass der Anleger nicht als gewerbsmaessiger Wertpapierhaendler eingestuft wird. Die Kriterien dafur sind nicht gesetzlich abschliessend definiert; kantonale Steuerbehoerden pruefen Faktoren wie Haltedauer, Transaktionshaufigkeit, Fremdfinanzierung und den Anteil der Wertpapiergewinne am Gesamteinkommen. Wer langfristig und auf eigene Rechnung investiert, wird in der Praxis selten als gewerbsmaessiger Haendler qualifiziert.