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Entnahmeplan-Rechner Schweiz 2026

Berechnen Sie kostenlos, wie lange Ihr Kapital bei monatlichen Entnahmen reicht. Startkapital, Entnahmebetrag und Rendite eingeben, Dauer sofort ablesen.

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Startkapital, monatliche Entnahme und Rendite eingeben, um zu berechnen, wie lange das Kapital reicht.

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Wie ein Entnahmeplan funktioniert

Ein Entnahmeplan beschreibt die Phase, in der angespartes Kapital schrittweise aufgebraucht wird. Anders als beim Ansparplan, bei dem regelmaessige Einzahlungen das Kapital erhoehen, werden beim Entnahmeplan regelmaessige Betraege abgezogen, waehrend das verbleibende Kapital weiter verzinst wird. Dieses Prinzip nutzen Rentner, Personen in fruehzeitiger finanzieller Unabhaengigkeit und alle, die ein einmaliges Kapital strukturiert verbrauchen moechten, etwa eine Erbschaft oder eine Kapitalabfindung aus der Pensionskasse. Die zentrale Frage lautet: Reicht das Kapital fuer den gewuenschten Zeitraum, und wenn ja, wie viel bleibt am Ende uebrig?

Rechenbeispiel: CHF 500'000 Startkapital, CHF 2'000 monatlich, 3 Prozent Rendite

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht den Einfluss der Rendite. Bei einem Startkapital von CHF 500'000 und einer monatlichen Entnahme von CHF 2'000 ohne jegliche Rendite wuerde das Kapital nach genau 250 Monaten aufgebraucht sein, also nach 20 Jahren und 10 Monaten. Mit einer jaehrlichen Rendite von 3 Prozent, was einem monatlichen Zinssatz von 0,25 Prozent entspricht, verlaengert sich die Dauer erheblich, weil das verbleibende Kapital weiter verzinst wird. Mit einer Rendite von rund 4,8 Prozent pro Jahr uebersteigen die monatlichen Zinsertraege aus dem Startkapital gerade die monatliche Entnahme von CHF 2'000, und das Kapital waere theoretisch unbegrenzt haltbar.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark schon kleine Renditeveraenderungen die Kapitaldauer beeinflussen. Der Rechner simuliert den Verlauf Monat fuer Monat und liefert das genaue Ergebnis fuer jede beliebige Kombination von Eingaben.

Die Berechnung im Detail

Der Rechner simuliert jeden Monat einzeln. Er startet mit dem Startkapital, verzinst es mit dem monatlichen Zinssatz (Jahreszins geteilt durch 12) und zieht anschliessend die monatliche Entnahme ab. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Kapital null oder negativ ist, oder bis die Obergrenze von 1200 Monaten (100 Jahre) erreicht ist. Ist der monatliche Zinszuwachs von Beginn an groesser als oder gleich der monatlichen Entnahme, nimmt das Kapital nie ab und die Dauer wird als unbegrenzt ausgewiesen. Die Formel fuer den unbegrenzt-Fall lautet: Mindestrendite pro Jahr gleich (monatliche Entnahme geteilt durch Startkapital) mal 12. Das Ergebnis ist die sogenannte Entnahmequote, ausgedrueckt als jaehrlicher Prozentsatz des Startkapitals.

Wichtig: Der Rechner arbeitet mit einer konstanten Rendite. In der Praxis schwanken Renditen von Jahr zu Jahr. Schlechte Renditen zu Beginn der Entnahmephase, bekannt als Sequenzrisiko, koennen die tatsaechliche Kapitaldauer erheblich verkuerzen, selbst wenn die langjaehrige Durchschnittsrendite dem angenommenen Wert entspricht. Eine Sicherheitsmarge von 0,5 bis 1 Prozentpunkt weniger Rendite als historisch erwartet ist daher ratsam.

Entnahmeplan und Schweizer Vorsorgesystem

In der Schweiz ist ein privater Entnahmeplan meistens eine Ergaenzung zu den Leistungen aus der ersten und zweiten Saeule. Die AHV-Rente betraegt im Jahr 2026 maximal CHF 2'520 pro Monat fuer Einzelpersonen und bis zu CHF 3'780 fuer Ehepaare. Die Pensionskasse zahlt je nach gespartem Kapital und Umwandlungssatz eine monatliche Rente aus, oder man kann einen Teil als Kapital beziehen. Wer einen Teil des Pensionskassenkapitals als Einmalbetrag bezieht und diesen selbst verwaltet, muss selbst sicherstellen, dass das Kapital lang genug reicht. Dieser Rechner hilft dabei, die Tragfaehigkeit des eigenen Entnahmeplans zu pruefen, bevor diese Entscheidung getroffen wird. Zu beachten: Kapitalleistungen aus der zweiten Saeule unterliegen einer separaten einmaligen Kapitalleistungssteuer, die nach kantonalen Saetzen variiert und von diesem Rechner nicht berechnet wird.

Frequently asked questions

Wie lange reicht mein Geld bei monatlichen Entnahmen?
Das haengt von drei Faktoren ab: Startkapital, monatlichem Entnahmebetrag und der Rendite, die das verbleibende Kapital erwirtschaftet. Ohne Rendite berechnet sich die Dauer einfach als Startkapital geteilt durch die monatliche Entnahme. Mit einer positiven Rendite waechst das Kapital zwischen den Entnahmen weiter, was die Laufzeit deutlich verlaengert. Liegt die jaehrliche Rendite hoch genug, dass der monatliche Zuwachs die Entnahme vollstaendig deckt, haelt das Kapital theoretisch unbegrenzt. Dieser Rechner simuliert die Entwicklung Monat fuer Monat und zeigt die genaue Restlaufzeit oder weist auf den unbegrenzt-Fall hin.
Welche Rolle spielt die Rendite bei einem Entnahmeplan?
Die Rendite ist der entscheidende Hebel. Schon ein Prozentpunkt mehr Rendite pro Jahr kann die Kapitaldauer um Jahre verlaengern, weil das verbleibende Kapital weiter verzinst wird. Bei einem Startkapital von CHF 500'000 und einer monatlichen Entnahme von CHF 2'000 wuerde das Kapital ohne Rendite nach 250 Monaten, also rund 20 Jahren und 10 Monaten, aufgebraucht sein. Mit einer jaehrlichen Rendite von 3 Prozent haelt es deutlich laenger; bei etwa 4,8 Prozent jaehrlich reicht es unbegrenzt, weil die monatlichen Zinsen die Entnahme gerade noch decken. Je hoeher die Rendite und je tiefer die Entnahmequote, desto laenger oder sogar dauerhaft haelt das Kapital.
Was ist die 4-Prozent-Regel und gilt sie in der Schweiz?
Die 4-Prozent-Regel stammt aus der Trinity-Studie aus den USA von 1998. Sie besagt, dass ein Portfolio, das jaehrlich um 4 Prozent des urspruenglichen Werts entnommen wird, bei einem 60/40-Aktien-Anleihen-Portfolio mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 30 Jahre haelt. Uebertragen auf die Schweiz bedeutet das: Wer CHF 1'000'000 angespart hat, kann jaehrlich bis zu CHF 40'000 oder monatlich rund CHF 3'333 entnehmen. Die Regel ist eine Faustregel, keine Garantie. Schweizer Besonderheiten wie tiefere historische Aktienrenditen im Vergleich zum US-Markt, Wechselkursrisiken bei internationalen Anlagen und die Kursrisiken bei Obligationen machen eine individuelle Planung notwendig. Viele Schweizer Finanzplaner empfehlen fuer laengere Entnahmehorizonte eine eher konservativere Quote von 3 bis 3,5 Prozent jaehrlich.
Was ist Sequenzrisiko und wie beeinflusst es einen Entnahmeplan?
Sequenzrisiko bezeichnet die Gefahr, dass schlechte Renditen gerade zu Beginn der Entnahmephase auftreten. In diesem Fall werden mehr Anteile verkauft, um den gleichen Entnahmebetrag zu erreichen. Das verringert die Kapitalbasis dauerhaft, sodass spaetere positive Renditen weniger Kapital aufzinsen koennen als erhofft. Das Ergebnis: Das Portfolio erschoepft sich fruehzeitig, selbst wenn die Durchschnittsrendite ueber die gesamte Laufzeit ausreichend gewesen waere. Dieser Rechner rechnet mit einer konstanten jaehrlichen Rendite und bildet das Sequenzrisiko daher nicht ab. In der Praxis sollte man einen Sicherheitspuffer einplanen, zum Beispiel ein bis zwei Jahre Entnahmen als Bargeldreserve, damit man in schlechten Boersejahren keine Anteile unter Preis verkaufen muss.

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