Startkapital, monatliche Entnahme und Rendite eingeben, um zu berechnen, wie lange das Kapital reicht.
Kapitaldauer
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Startkapital
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Gesamtentnahme
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Wie ein Entnahmeplan funktioniert
Ein Entnahmeplan beschreibt die Phase, in der angespartes Kapital schrittweise aufgebraucht wird. Anders als beim Ansparplan, bei dem regelmaessige Einzahlungen das Kapital erhoehen, werden beim Entnahmeplan regelmaessige Betraege abgezogen, waehrend das verbleibende Kapital weiter verzinst wird. Dieses Prinzip nutzen Rentner, Personen in fruehzeitiger finanzieller Unabhaengigkeit und alle, die ein einmaliges Kapital strukturiert verbrauchen moechten, etwa eine Erbschaft oder eine Kapitalabfindung aus der Pensionskasse. Die zentrale Frage lautet: Reicht das Kapital fuer den gewuenschten Zeitraum, und wenn ja, wie viel bleibt am Ende uebrig?
Rechenbeispiel: CHF 500'000 Startkapital, CHF 2'000 monatlich, 3 Prozent Rendite
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht den Einfluss der Rendite. Bei einem Startkapital von CHF 500'000 und einer monatlichen Entnahme von CHF 2'000 ohne jegliche Rendite wuerde das Kapital nach genau 250 Monaten aufgebraucht sein, also nach 20 Jahren und 10 Monaten. Mit einer jaehrlichen Rendite von 3 Prozent, was einem monatlichen Zinssatz von 0,25 Prozent entspricht, verlaengert sich die Dauer erheblich, weil das verbleibende Kapital weiter verzinst wird. Mit einer Rendite von rund 4,8 Prozent pro Jahr uebersteigen die monatlichen Zinsertraege aus dem Startkapital gerade die monatliche Entnahme von CHF 2'000, und das Kapital waere theoretisch unbegrenzt haltbar.
Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark schon kleine Renditeveraenderungen die Kapitaldauer beeinflussen. Der Rechner simuliert den Verlauf Monat fuer Monat und liefert das genaue Ergebnis fuer jede beliebige Kombination von Eingaben.
Die Berechnung im Detail
Der Rechner simuliert jeden Monat einzeln. Er startet mit dem Startkapital, verzinst es mit dem monatlichen Zinssatz (Jahreszins geteilt durch 12) und zieht anschliessend die monatliche Entnahme ab. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das Kapital null oder negativ ist, oder bis die Obergrenze von 1200 Monaten (100 Jahre) erreicht ist. Ist der monatliche Zinszuwachs von Beginn an groesser als oder gleich der monatlichen Entnahme, nimmt das Kapital nie ab und die Dauer wird als unbegrenzt ausgewiesen. Die Formel fuer den unbegrenzt-Fall lautet: Mindestrendite pro Jahr gleich (monatliche Entnahme geteilt durch Startkapital) mal 12. Das Ergebnis ist die sogenannte Entnahmequote, ausgedrueckt als jaehrlicher Prozentsatz des Startkapitals.
Wichtig: Der Rechner arbeitet mit einer konstanten Rendite. In der Praxis schwanken Renditen von Jahr zu Jahr. Schlechte Renditen zu Beginn der Entnahmephase, bekannt als Sequenzrisiko, koennen die tatsaechliche Kapitaldauer erheblich verkuerzen, selbst wenn die langjaehrige Durchschnittsrendite dem angenommenen Wert entspricht. Eine Sicherheitsmarge von 0,5 bis 1 Prozentpunkt weniger Rendite als historisch erwartet ist daher ratsam.
Entnahmeplan und Schweizer Vorsorgesystem
In der Schweiz ist ein privater Entnahmeplan meistens eine Ergaenzung zu den Leistungen aus der ersten und zweiten Saeule. Die AHV-Rente betraegt im Jahr 2026 maximal CHF 2'520 pro Monat fuer Einzelpersonen und bis zu CHF 3'780 fuer Ehepaare. Die Pensionskasse zahlt je nach gespartem Kapital und Umwandlungssatz eine monatliche Rente aus, oder man kann einen Teil als Kapital beziehen. Wer einen Teil des Pensionskassenkapitals als Einmalbetrag bezieht und diesen selbst verwaltet, muss selbst sicherstellen, dass das Kapital lang genug reicht. Dieser Rechner hilft dabei, die Tragfaehigkeit des eigenen Entnahmeplans zu pruefen, bevor diese Entscheidung getroffen wird. Zu beachten: Kapitalleistungen aus der zweiten Saeule unterliegen einer separaten einmaligen Kapitalleistungssteuer, die nach kantonalen Saetzen variiert und von diesem Rechner nicht berechnet wird.