Endkapital aus Startbetrag, Sparrate, Zins und Laufzeit.
Endkapital
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Ihre Aufschlüsselung
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Warum Zeit der wichtigste Faktor ist
Albert Einstein soll den Zinseszins das achte Weltwunder genannt haben. Der Kern ist einfach: Erträge werden wieder angelegt und werfen selbst Erträge ab. In den ersten Jahren wirkt das unscheinbar, doch über zwei oder drei Jahrzehnte übertrifft der Zinsanteil oft die Summe aller Einzahlungen. Deshalb schlägt früh und stetig sparen fast immer das spätere Sparen größerer Beträge. Dieser Rechner kombiniert ein Startkapital mit einer monatlichen Sparrate und verzinst beides über die gewählte Laufzeit.
10.000 Euro plus 200 Euro im Monat, 20 Jahre, 5 Prozent
Wer mit 10.000 Euro startet und 20 Jahre lang 200 Euro monatlich bei 5 Prozent Rendite anlegt, zahlt insgesamt 58.000 Euro ein. Am Ende stehen jedoch rund 109.000 Euro auf dem Konto. Über 51.000 Euro davon sind reiner Zinsertrag, also fast die Hälfte des Endkapitals. Verlängert man die Laufzeit auf 30 Jahre, kippt das Verhältnis vollends zugunsten der Zinsen, weil der Zinseszins exponentiell wirkt.
Beachten Sie zwei Dinge: Die hier gezeigte Rendite ist eine Annahme, reale Kapitalmärkte schwanken. Und der Zinsertrag ist vor Steuer und vor Inflation. Was am Ende an Kaufkraft übrig bleibt, zeigt der Inflationsrechner.
So funktioniert die Formel hinter dem Rechner
Der Rechner verwendet zwei Standardformeln. Das Startkapital wächst nach der geometrischen Reihe: Endwert = Startkapital mal (1 + m) hoch n, wobei m der monatliche Zinssatz (Jahreszins geteilt durch 12) und n die Anzahl der Monate ist. Die monatlichen Sparraten werden als nachschüssige Rente behandelt, das heisst, jede Rate wird am Ende des Monats eingezahlt. Ihr Endwert ergibt sich aus: Rate mal ((1 + m) hoch n minus 1) geteilt durch m. Beide Werte addiert ergeben das Endkapital. Bei einem Zinssatz von null vereinfacht sich die Sparraten-Formel auf Rate mal n, also die blosse Summe aller Einzahlungen.
Ein häufiges Missverstaendnis: Viele Sparer rechnen mit dem Nominalzins und vergessen, dass reale Ersparnisse durch Inflation gemindert werden. Ein ETF-Sparplan mit einer historischen Nominalrendite von 7 Prozent und einer Inflationsrate von 2 Prozent liefert real nur rund 5 Prozent. Auf 30 Jahre macht dieser Unterschied beim Endkapital oft mehrere Zehntausend Euro aus. Wer den realen Wert wissen möchte, trägt einfach die inflationsbereinigte Rendite in das Zinssatz-Feld ein.
Typische Fehler beim Zinseszins-Rechner vermeiden
Erstens: den Sparer-Pauschbetrag vergessen. Seit 2023 betraegt er 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung). Ertraege innerhalb dieses Freibetrags sind steuerfrei. Darüber hinaus faellt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Soli an. Bei einem Endkapital von 109.000 Euro und rund 51.000 Euro Zinsertrag waere der steuerpflichtige Anteil deutlich über dem Pauschbetrag, sofern keine Freistellungsauftraege eingerichtet wurden. Der Kapitalertragsteuer-Rechner zeigt die genaue Steuerlast.
Zweitens: die Sparrate zu hoch ansetzen. Wer 200 Euro monatlich einplant, aber tatsaechlich nur 150 Euro schafft, verfehlt das Sparziel spürbar. Realistischer ist es, mit einer konservativen Rate zu starten und sie bei Gehaltserhöhungen anzupassen. Drittens: Gebühren ignorieren. Aktiv verwaltete Fonds kosten oft 1,5 bis 2 Prozent Verwaltungsgebühr pro Jahr. Bei einem angenommenen Bruttoanlagezins von 6 Prozent und 1,5 Prozent Kosten rechnen Sie daher nur mit 4,5 Prozent netto. Auf 30 Jahre macht dieser Unterschied beim Endkapital gut ein Drittel aus.