Kaufkraft eines Geldbetrags über die Zeit.
Reale Kaufkraft in der Zukunft
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Kaufkraftverlust
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Künftig nötig für heutige Kaufkraft
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Ihre Aufschlüsselung
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Der stille Vermögensschwund
Inflation ist die unauffälligste Form des Wertverlusts. Ihr Kontostand bleibt gleich, aber was Sie sich davon leisten können, schrumpft Jahr für Jahr. Bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent verliert Geld in 15 Jahren rund ein Drittel seiner Kaufkraft. Wer größere Summen unverzinst hält, verliert real, auch wenn die Zahl auf dem Konto unverändert ist. Dieser Rechner zeigt beide Blickwinkel: was Ihr heutiges Geld in der Zukunft real wert ist und welchen Betrag Sie künftig bräuchten, um die heutige Kaufkraft zu halten.
10.000 Euro, 15 Jahre, 2,5 Prozent
Legen Sie 10.000 Euro heute unter die Matratze und es herrscht 15 Jahre lang eine Inflation von 2,5 Prozent, dann entspricht dieser Betrag später nur noch einer heutigen Kaufkraft von rund 6.900 Euro. Umgekehrt müssten Sie in 15 Jahren etwa 14.500 Euro besitzen, um sich dasselbe leisten zu können wie heute mit 10.000 Euro. Die Lücke von rund 3.100 Euro hat niemand gestohlen, sie ist schlicht weginflationiert. Genau deshalb ist eine Geldanlage, deren Rendite die Inflation übertrifft, kein Luxus, sondern Werterhalt.
So wird die Kaufkraft berechnet
Hinter beiden Kennzahlen steckt eine einzige Formel mit Zinseszinseffekt. Der reale Zukunftswert eines heutigen Betrags B bei einer jährlichen Inflationsrate r über n Jahre lautet: B geteilt durch (1 + r) hoch n. Das ergibt, was Ihr heutiges Geld in der Zukunft kaufen kann. Die zweite Zahl, der künftig nötige Nominalbetrag, ist die Umkehrung: B multipliziert mit (1 + r) hoch n. Beide Berechnungen wachsen exponentiell, nicht linear. Das bedeutet: Doppelt so viele Jahre verdoppeln den Verlust nicht, sondern potenzieren ihn. Bei 2,5 Prozent über 30 Jahre verliert Geld fast die Hälfte seiner Kaufkraft, obwohl sich der Verlust in den ersten 15 Jahren nur auf rund 30 Prozent beläuft.
Typische Planungsfehler und wie Sie sie vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, die Inflationsrate zu unterschätzen. Die offizielle Verbraucherpreisindex-Rate des Statistischen Bundesamts misst einen breiten Warenkorb. Wer überdurchschnittlich viel für Miete, Energie oder Lebensmittel ausgibt, spürt die Inflation stärker als der Durchschnitt. Für persönliche Planungen ist es deshalb sinnvoll, eine etwas höhere Rate anzusetzen, etwa 3 Prozent statt 2 Prozent. Ein zweiter Fehler: die Inflation bei der Altersvorsorge ignorieren. Ein Rentenbedarf von 2.000 Euro monatlich in heutiger Kaufkraft entspricht bei 2,5 Prozent Inflation nach 25 Jahren einem Nominalbetrag von rund 3.700 Euro. Wer das nicht einkalkuliert, unterschätzt den nötigen Kapitalstock erheblich. Der Rechner zeigt beide Seiten dieser Rechnung auf einen Blick.