Nettovermoegen berechnen: Gesamtvermoegen minus Schulden, plus Verschuldungsgrad in Prozent.
Nettovermoegen
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Was das Nettovermoegen aussagt
Das Nettovermoegen ist die einfachste Kennzahl fuer die finanzielle Gesundheit einer Person. Es zeigt, was nach Abzug aller Schulden tatsaechlich uebrig bleibt. Ein positives Nettovermoegen bedeutet, dass der Wert aller Vermoegenswerte die Summe aller Verbindlichkeiten uebersteigt. Ein negatives Nettovermoegen hingegen signalisiert, dass die Schulden das vorhandene Vermoegen uebertreffen. In der Schweiz ist der Aufbau eines positiven Nettovermoegens besonders wichtig, weil das staatliche Rentensystem (AHV) und die berufliche Vorsorge (BVG) allein oft nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern. Wer regelmaessig Vermoegen aufbaut und Schulden abbaut, verbessert sein Nettovermoegen kontinuierlich.
Rechenbeispiel: Familie in Zuerich
Angenommen, eine Familie in Zuerich besitzt folgende Werte: Ein Eigenheim mit einem kantonalen Steuerwert von CHF 700'000 (Marktwert CHF 900'000), ein Wertschriftendepot von CHF 120'000, Bankguthaben von CHF 30'000 und Saeule-3a-Guthaben von CHF 80'000. Gesamtvermoegen: CHF 930'000. Auf der Schuldenseite steht eine Hypothek von CHF 540'000 sowie ein Autokredit von CHF 20'000. Gesamtschulden: CHF 560'000.
Der Verschuldungsgrad von rund 60 Prozent ist in der Schweiz bei Eigenheimbesitzern mit Hypothek nicht ungewoehnlich. Schweizer Banken akzeptieren im Normalfall eine Belehnungsrate bis 80 Prozent des Verkehrswerts. Das Ziel langfristig sollte ein sinkender Verschuldungsgrad sein, das heisst, die Schulden wachsen langsamer als das Vermoegen.
Vermoegenssteuer in der Schweiz: Was Sie wissen muessen
In der Schweiz erheben alle Kantone eine Vermoegenssteuer auf das Nettovermoegen natiurlicher Personen per 31. Dezember. Die Saetze und Freibetraege sind kantonal sehr unterschiedlich. Zug, Nidwalden und Schwyz gehoeren zu den Kantonen mit tiefen Vermoegenssteuerbelastungen, Genf und Waadt hingegen zu den hoeher belasteten. Das steuerbare Nettovermoegen ergibt sich aus dem Bruttovermoegen abzueglich der steuerbaren Schulden. Wichtig: Pensionskassenguthaben (BVG) fliesst in der Regel nicht in die Vermoegenssteuer ein, Saeule-3a-Guthaben hingegen schon. Fuer genaue Steuerberechnungen nach kantonalem Recht empfiehlt sich der jeweilige kantonale Steuerrechner oder eine Fachperson.
Frequently asked questions
Was zaehlt zum Vermoegen?
Zum steuerbaren Vermoegen in der Schweiz zaehlen grundsaetzlich alle wirtschaftlichen Werte, die einer Person gehoren: Guthaben auf Bankkonten und Sparkonten, Bargeld, Wertschriften wie Aktien und Fonds, Obligationen, das angesparte Kapital in der Saeule 3a (freiwillige gebundene Vorsorge), Immobilien zum Verkehrswert sowie Beteiligungen an Unternehmen. Nicht dazu gehoren das BVG-Pensionskassenguthaben (es wird separat erfasst) und Erbschaftsansprueche, die noch nicht ausbezahlt sind. Fuer die Steuererklarung massgebend ist der Steuerwert, der beim Eigenheim vom kantonalen Steuerwert abhaengt, nicht vom Marktwert.
Ist eine Hypothek eine Schuld?
Ja. Eine Hypothek ist eine besicherte Schuld und wird vollstaendig als Fremdkapital im Nettovermoegen abgezogen. Auch wenn die Immobilie auf der Vermoegensseite steht, mindert die noch ausstehende Hypothek das Nettovermoegen entsprechend. Beispiel: Ein Eigenheim mit Marktwert CHF 900'000 und einer Restschuld von CHF 600'000 traegt netto nur CHF 300'000 zum Nettovermoegen bei. Konsumkredite, Leasingvertraege, Kreditkartengutsalden und persoenliche Darlehen zaehlen ebenfalls als Schulden.
Warum sollte ich mein Nettovermoegen jaehrlich tracken?
Das jaehrliche Tracken des Nettovermoegens ist die einfachste Methode, den Fortschritt beim Vermoegenssaufbau zu messen. Wer nur das Einkommen im Blick hat, sieht nicht, ob Schulden schneller wachsen als das Vermoegen. Ein wachsendes Nettovermoegen zeigt, dass man mehr spart als man ausgibt und Schulden tilgt. Es hilft ausserdem bei der Vorbereitung der Steuererklarung, weil Vermoegen und Schulden in der Schweiz separat deklariert werden muessen und kantonale Vermoegenssteuer erhoben wird.
Wann wird Vermoegenssteuer in der Schweiz faellig?
In der Schweiz erheben die Kantone eine Vermoegenssteuer auf das Nettovermoegen natiurlicher Personen. Der Bund erhebt keine eigene Vermoegenssteuer. Die Steuersaetze und Freibetraege unterscheiden sich stark je nach Kanton: Zug und Nidwalden haben sehr tiefe Saetze, waehrend Genf und Waadt zu den hoeher besteuerten Kantonen zaehlen. Massgebend ist in der Regel das Nettovermoegen per 31. Dezember. Dieser Rechner gibt keinen Hinweis auf den kantonalen Steuersatz; fuer genaue Zahlen konsultieren Sie den Steuerrechner Ihres Kantons oder eine Steuerfachperson.