Sparbuch, ETF und Immobilien in Österreich vergleichen: Rendite nach KESt, Inflation und Kosten. Endkapital und reale Kaufkraft nach 10, 20 und 30 Jahren.
Geben Sie Anlagebetrag, Anlagedauer und Renditeerwartungen ein. Der Rechner vergleicht Sparbuch, ETF und Immobilien nach Steuern und Inflation.
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Kapitalanlagen in Österreich im Steuervergleich
In Österreich unterliegen Kapitalerträge der Kapitalertragsteuer: 25 Prozent auf Sparzinsen, 27,5 Prozent auf Wertpapiererträge und realisierte Kursgewinne. Immobilien sind bei Selbstnutzung oft von der ImmoESt befreit. Für Anleger ist es wichtig, die Nachsteuerrendite zu vergleichen, denn je höher die Rendite, desto mehr Steuer fällt an und desto größer ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoreendite.
Rechenbeispiel: 50.000 Euro über 20 Jahre
50.000 Euro angelegt: Sparbuch (2,5 Prozent brutto, KESt 25 Prozent netto 1,875 Prozent) ergibt nach 20 Jahren rund 72.500 Euro. ETF (7 Prozent brutto, KESt 27,5 Prozent netto ca. 5,075 Prozent) ergibt nach 20 Jahren rund 133.000 Euro. Immobilie (4 Prozent Gesamtrendite, ImmoESt am Ende) ergibt rund 99.000 Euro. Bei 3 Prozent Inflation sind reale Kaufkraftgewinne aber deutlich geringer.
Tipps zur Anlage in Österreich
Thesaurierende ETFs haben in Österreich seit 2022 die so genannte steuerliche Meldefondseigenschaft, die eine laufende Besteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge erfordert. Wählen Sie steuerlich gemeldete Fonds (oekb.at), um keine Nachsteueranpassungen zu riskieren. Diversifizieren Sie über mehrere Anlageklassen und halten Sie immer eine Liquiditätsreserve von 3 bis 6 Monatsausgaben.
Frequently asked questions
Wie wird Kapitalertragsteuer auf Zinsen und Kursgewinne in Österreich berechnet?
Auf Zinsen aus Spareinlagen, Anleihen und Bankguthaben fällt in Österreich KESt von 25 Prozent an (endbesteuert). Auf Dividenden und realisierte Kursgewinne aus Aktien und Fonds beträgt die KESt 27,5 Prozent. Die KESt wird von der depotführenden Bank automatisch einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Eine Veranlagung ist meist nicht notwendig, kann aber bei niedrigem sonstigem Einkommen vorteilhaft sein.
Was ist die ImmoESt und wann fällt sie an?
Die Immobilienertragsteuer (ImmoESt) beträgt 30 Prozent auf den Veräußerungsgewinn bei Verkauf einer Immobilie. Als Veräußerungsgewinn gilt die Differenz zwischen Kaufpreis (korrigiert um AfA und Instandhaltungen) und Verkaufserlös. Die Hauptwohnungsbefreiung schützt das selbst genutzte Eigenheim: Wenn man mindestens zwei der letzten fünf Jahre oder durchgehend zwei Jahre vor dem Verkauf dort gewohnt hat, ist kein Gewinn zu versteuern.
Welche Anlageform ist in Österreich nach Steuern am rentabelsten?
Historisch haben globale ETFs (MSCI World, FTSE All-World) über lange Zeiträume die höchste Rendite erzielt, im Schnitt 7 bis 10 Prozent brutto pro Jahr. Nach KESt von 27,5 Prozent bleiben rund 5 bis 7 Prozent netto. Sparbücher bieten 2025 rund 2 bis 3 Prozent, nach KESt 25 Prozent rund 1,5 bis 2,25 Prozent. Immobilien bieten Wertsteigerung plus Mietrendite, aber auch hohe Transaktionskosten und Verwaltungsaufwand.
Was bedeutet Inflation bei der Kapitalanlage?
Inflation entwertet das nominale Kapital. Bei einer Inflationsrate von 3 Prozent halbiert sich die Kaufkraft in etwa 24 Jahren. Ein Sparbuch mit 2 Prozent Zins nach KESt ergibt bei 3 Prozent Inflation einen realen Verlust von etwa 1 Prozent pro Jahr. ETFs mit 6 Prozent Netto-Rendite erzielen bei 3 Prozent Inflation noch immer rund 3 Prozent reale Rendite. Der Inflationsausgleich ist daher ein zentrales Argument für Sachwerte.