Realer Wert, Kaufkraftverlust und nötiger Betrag zum Werterhalt, nach österreichischem VPI.
Realer Wert in der Zukunft
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Kaufkraftverlust
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Nötiger Betrag zum Werterhalt
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Ihre Aufschlüsselung
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Wie Inflation die Kaufkraft mindert
Inflation bedeutet, dass Preise im Laufe der Zeit steigen. Wer heute 10.000 Euro auf einem unverzinsten Konto hält, kann damit in zehn Jahren weniger kaufen als heute, weil dieselben Güter und Dienstleistungen teurer geworden sind. Die Kaufkraft sinkt jedes Jahr um die Inflationsrate. In Österreich misst die Statistik Austria diesen Effekt monatlich mit dem Verbraucherpreisindex (VPI). Der Inflationsrechner zeigt, wie viel von der heutigen Kaufkraft nach einer bestimmten Anzahl von Jahren noch übrig ist, und wie viel Geld man nominell bräuchte, um dieselbe Kaufkraft zu erhalten.
Rechenbeispiel: 10.000 Euro, 3 Prozent, 10 Jahre
Wer heute 10.000 Euro besitzt und von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3 Prozent pro Jahr ausgeht, hat nach zehn Jahren real nur noch rund 7.441 Euro Kaufkraft. Das entspricht einem Kaufkraftverlust von rund 2.559 Euro. Um nach zehn Jahren dieselbe Kaufkraft wie heute zu haben, müsste der Betrag nominell auf rund 13.439 Euro angewachsen sein, also eine jährliche Rendite von mindestens 3 Prozent erzielen. Genau das ist der Grund, warum Finanzberater empfehlen, Geld nicht dauerhaft auf niedrig verzinsten Konten zu lassen.
Die Formel dahinter ist einfach: Realer Wert = Betrag geteilt durch (1 + Inflationsrate) hoch Anzahl Jahre. Bei 3 Prozent und 10 Jahren ergibt das den Faktor 1,3439. Umgekehrt gilt: Nötiger Betrag = Heutiger Betrag mal (1 + Inflationsrate) hoch Jahre. Dieser Rechner wendet beide Formeln an.
Inflation in Österreich: aktuelle Zahlen
Die Statistik Austria veröffentlicht den VPI monatlich. Die Inflation in Österreich lag 2022 bei 8,6 Prozent, 2023 bei 7,8 Prozent und beruhigte sich 2024 auf etwa 3,0 Prozent. Die Haupttreiber waren Energie, Mieten und Nahrungsmittel. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) prognostiziert für 2025 und 2026 eine weitere Abschwächung in Richtung des EZB-Ziels von 2 Prozent. Für langfristige Planungen empfiehlt sich eine konservative Annahme von 2 bis 3 Prozent pro Jahr. Die tatsächliche Inflationsrate kann je nach Konsumgewohnheiten stark abweichen: Wer viel Energie verbraucht oder in einer Großstadt mietet, ist von höherer persönlicher Inflation betroffen als der Durchschnitt.
So schützen Österreicher ihr Vermögen
Der effektivste Schutz vor Kaufkraftverlust ist eine Rendite, die mindestens die Inflationsrate übersteigt. Österreichische Anleger nutzen dafür häufig breit gestreute Aktien-ETFs, die langfristig reale Renditen über der Inflationsrate erwirtschaften. Daneben bieten Immobilien in Österreich historisch Inflationsschutz, da Mieten und Immobilienpreise langfristig mit dem Preisniveau steigen. Für konservative Anleger sind inflationsgebundene Bundesanleihen eine Option, die den Kapitalerhalt in realer Kaufkraft anstrebt. Klassische Sparbücher mit Zinssätzen unter der Inflationsrate bieten dagegen keinen realen Werterhalt. Wer das Zinseszins-Potenzial nutzen möchte, findet im Zinseszins-Rechner eine ergänzende Berechnung.