Jaehrliche Autokosten in der Schweiz berechnen: Wertverlust, Versicherung, Steuern, Treibstoff und Wartung als Vollkostenrechnung.
Gesamtkosten pro Jahr
-
Kosten pro Monat
-
Wertverlust total
-
Your breakdown
Updates live as you type
Position
Betrag pro Jahr
Warum Vollkosten und nicht nur der Spritpreis zaehlten
Viele Autofahrerinnen und Autofahrer unterschaetzen, wie teuer ihr Fahrzeug wirklich ist. Am Monatsende faellt der Tankaufwand auf, doch die grossen Kostenposten wie Wertverlust, Versicherung und Steuern werden aus dem Jahresbudget bezahlt und geraten dabei leicht aus dem Blick. Die Vollkostenrechnung stellt alle Positionen nebeneinander und macht sichtbar, dass in der Mittelklasse in der Schweiz schnell CHF 800 bis CHF 1'200 pro Monat zusammenkommen. Wer diesen Betrag kennt, kann fundiert entscheiden, ob ein guenstigeres Fahrzeug, ein Elektroauto, ein Abo-Modell oder der Verzicht aufs eigene Auto die bessere Wahl ist.
Rechenbeispiel: VW Golf, CHF 35'000 Kaufpreis, 5 Jahre Haltedauer
Ein typisches Mittelklassefahrzeug mit einem Kaufpreis von CHF 35'000 verliert in der Schweiz pro Jahr rund 12 Prozent seines Restwertes. Die Versicherungspraemie (Haftpflicht und Teilkasko) sowie die kantionale Motorfahrzeugsteuer schlagen jaehrlich mit rund CHF 2'400 zu Buche. Treibstoff und Wartung kosten bei einem Fahrkilometer von etwa 15'000 km pro Jahr rund CHF 3'000. Das ergibt folgendes Bild:
Der Rechner verwendet fuer den Wertverlust die degressive Methode: Jedes Jahr wird der Wertverlustsatz auf den Restwert des Vorjahres angewendet, sodass die Abschreibung mit steigendem Fahrzeugalter sinkt. Die durchschnittliche jaehrliche Abschreibung ergibt sich als Kaufpreis minus Restwert nach der Haltedauer, geteilt durch die Anzahl Jahre.
Fixkosten und variable Kosten richtig einordnen
Die Autokosten lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Fixkosten fallen unabhaengig vom Fahraufwand an: Versicherung, Motorfahrzeugsteuer und der Wertverlust entstehen auch dann, wenn das Auto in der Garage steht. Variable Kosten wie Treibstoff und ein Teil der Wartungskosten steigen proportional zur gefahrenen Distanz. Diese Unterscheidung ist relevant, wenn Sie prufen moechten, ob sich ein Zweitauto, ein Mietfahrzeug fuer Reisen oder Mobility-Car-Sharing lohnt. Bei weniger als rund 10'000 Kilometern pro Jahr sind Carsharing-Loesungen in der Schweiz fuer viele Haushalte guenstiger als ein Eigenfahrzeug, weil die hohen Fixkosten des Eigenfahrzeugs auf eine kleine Fahrleistung verteilt werden.
Elektroauto, Hybrid oder Verbrenner: Was der Rechner zeigt und was nicht
Der Autokosten-Rechner ist fahrzeugneutral und berechnet die Vollkosten auf Basis der eingegebenen Werte, unabhaengig vom Antrieb. Bei Elektrofahrzeugen sind die Treibstoffkosten (Strom statt Benzin) in der Regel tiefer, und in mehreren Kantonen entfaellt die Motorfahrzeugsteuer ganz oder teilweise. Dafuer sind die Kaufpreise hoeher, was den Wertverlust in absoluten Zahlen erhoehen kann. Die Wartungskosten sind bei Elektroautos tendenziell tiefer, da Verschleissteile wie Oelwechsel, Kupplungen und Zahnriemen entfallen. Tragen Sie die fuer Ihren Antrieb realistischen Werte ein, um einen aussagekraeftigen Vergleich zu erhalten.
Frequently asked questions
Welcher Kostenblock ist beim Auto am groessten?
In den meisten Faellen ist der Wertverlust der groesste Einzelposten der Autokosten. Ein neues Mittelklassefahrzeug verliert in der Schweiz typischerweise zwischen 10 und 15 Prozent seines Wertes pro Jahr, wobei der Verlust in den ersten zwei bis drei Jahren am staerksten ist. Wer ein drei Jahre altes Gebrauchtfahrzeug kauft, umgeht die steile Abschreibungskurve der Neuwagen-Phase und reduziert damit den groessten Kostenfaktor erheblich. Erst danach folgen Betriebskosten wie Treibstoff, Wartung sowie Versicherungspraemien und Steuern.
Was ist der Unterschied zwischen Vollkosten und reinen Benzinkosten?
Die reinen Treibstoffkosten umfassen nur den Kraftstoffverbrauch, also den Betrag, der direkt an der Tanksaule bezahlt wird. Die Vollkosten eines Autos beinhalten zusaetzlich den Wertverlust (Abschreibung), die Haftpflicht- und Kaskoversicherung, die kantonale Motorfahrzeugsteuer, Unterhalts- und Reparaturkosten, die Fahrzeugpruefung (MFK) sowie allfaellige Standgebuehren oder Parkgebuhren. In der Praxis betragen die Vollkosten oft zwei bis drei Mal so viel wie allein der Treibstoffaufwand. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer unterschatzen die Kosten, weil sie nur den Tankaufwand wahrnehmen und die weniger sichtbaren Fixkosten vernachlaessigen.
Wie funktioniert die Motorfahrzeugsteuer in der Schweiz?
Die Motorfahrzeugsteuer wird in der Schweiz kantonal erhoben und unterscheidet sich je nach Kanton erheblich. Einige Kantone berechnen die Steuer auf Basis des Hubraums, andere nach dem Gesamtgewicht, dem Fahrzeuggewicht oder einer Kombination aus Hubraum und Leistung. Elektrofahrzeuge sind in mehreren Kantonen von der Steuer befreit oder werden mit reduzierten Saetzen besteuert. Die Jahrespraemie kann je nach Kanton, Fahrzeugart und Modell zwischen CHF 150 und ueber CHF 1000 liegen. Dieser Rechner behandelt die Motorfahrzeugsteuer zusammen mit den Versicherungskosten als kombinierten Fixkostenblock, den Sie direkt eingeben koennen.
Lohnt sich Leasing im Vergleich zum Kauf?
Ob Leasing oder Kauf guenstiger ist, haengt von mehreren Faktoren ab. Beim Leasing zahlen Sie keine Grosskaufpreis auf einmal, und das Fahrzeug bleibt stets unter Garantie. Dafuer bauen Sie kein Eigenkapital auf: Das Fahrzeug gehoert Ihnen nicht, und am Ende der Laufzeit verbleibt kein Restwert. Die monatlichen Leasingkosten enthalten bereits den kalkulierten Wertverlust plus eine Finanzierungsmarge des Leasinggebers. Ein Kauf mit Eigenmitteln ist in der Regel langfristig guenstiger, weil keine Finanzierungskosten anfallen. Ein Kredit- oder Leasingvertrag verteuert das Auto gegenueber dem Barkauf um die Zinskosten. Der Autokosten-Rechner zeigt die Vollkosten des Kaufszenarios; fuer einen direkten Vergleich steht der Leasing-vs-Kauf-Rechner zur Verfugung.