Geben Sie Ihr bisheriges Bruttogehalt und die reduzierte Arbeitszeit in Prozent ein, um das garantierte Nettoentgelt, die anwendbare Ersatzrate und den Vergleich zum Vollzeit-Netto zu sehen.
Garantiertes Nettoentgelt Kurzarbeit (EUR)
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Vollzeit-Netto (EUR)
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Nettoersatzrate
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Netto-Ausfall (EUR)
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Tatsaechl. Arbeitslohn (EUR)
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Wie Kurzarbeit in Oesterreich funktioniert
Kurzarbeit erlaubt es Unternehmen, die Arbeitszeit voruebergehend zu reduzieren, ohne Mitarbeiter kuendigen zu muessen. Das AMS foerdert dabei den Lohnausfall. Die Nettoersatzrate ist gestaffelt: Arbeitnehmer mit einem Nettolohn bis 1.700 EUR erhalten 90 Prozent des bisherigen Nettos, zwischen 1.700 und 2.685 EUR sind es 85 Prozent, und darueber 80 Prozent. Diese Staffelung schuetzt Niedrigverdiener staerker.
Beispielrechnung
Bei einem Brutto von 3.000 EUR ergibt sich ein Vollzeit-Netto von rund 2.100 EUR. Die Ersatzrate betraegt in diesem Fall 85 Prozent, also ein garantiertes Kurzarbeits-Netto von 1.785 EUR. Wenn die tatsaechliche Arbeitszeit 50 Prozent betraegt, verdient der Arbeitgeber nur anteilig Lohn, zahlt aber das garantierte Netto aus und holt sich die Differenz vom AMS.
Voraussetzungen und Ablauf
Kurzarbeit erfordert eine Betriebsvereinbarung oder Einzelvereinbarung und muss beim AMS beantragt werden. Die Sozialversicherungsbeitraege werden auf Basis des fiktiven Vollzeitentgelts weiterentgelt. Urlaub, Sonderzahlungen und andere Ansprueche richten sich nach dem tatsaechlichen Entgelt. Nach Ende der Kurzarbeit muss eine Mindestbehaltefrist eingehalten werden.
Frequently asked questions
Wie hoch ist die Nettoersatzrate bei Kurzarbeit in Oesterreich?
Die Nettoersatzrate richtet sich nach dem bisherigen monatlichen Nettoentgelt. Bei bis zu 1.700 EUR Netto betraegt sie 90 Prozent, bei 1.700 bis 2.685 EUR 85 Prozent und ab 2.685 EUR 80 Prozent. Das garantierte Nettomindestentgelt gilt unabhaengig von der tatsaechlich geleisteten Arbeitszeit. Die genauen Grenzen koennen bei jedem Kurzarbeitsprogramm angepasst werden.
Wer zahlt das Kurzarbeitsentgelt?
Der Arbeitgeber zahlt das garantierte Nettoentgelt an den Arbeitnehmer aus. Die Differenz zwischen dem garantierten Netto und dem tatsaechlich verdienten Lohn (proportional zur geleisteten Arbeitszeit) erstattet das AMS dem Arbeitgeber als Kurzarbeitsbeihilfe. Der Arbeitgeber traegt damit zunachst das Ausfallsrisiko und erhaelt es dann rueckerstattet.
Wie lange kann Kurzarbeit in Oesterreich gewaehrt werden?
Im Rahmen der Sozialpartnervereinbarung kann Kurzarbeit befristet vereinbart werden. Die Standarddauer betraegt 3 Monate mit moeglicher Verlaengerung. In Krisenzeiten, wie zuletzt waehrend der COVID-19-Pandemie, wurden laengere Laufzeiten ermoeglicht. Die genaue Dauer haengt von den jeweils geltenden AMS-Richtlinien ab.
Wie wird die Kurzarbeitsbeihilfe berechnet?
Die Kurzarbeitsbeihilfe ergibt sich aus dem Unterschied zwischen dem garantierten Nettoentgelt und dem tatsaechlich verdienten Lohn fuer die geleisteten Stunden. Hinzu kommen die anteiligen Lohnnebenkosten des Arbeitgebers fuer die nicht geleisteten Stunden. Das AMS erstattet diese Summe auf Basis einer monatlichen Abrechnung.